Der  Duft

von  Wirklichkeit

Wenn Filmfiguren von der Leinwand steigen...

 

 

Eine musikalische Komödie für 4 - 7 Personen

von

Werner Bauer

 

mit Musik von

Werner Richard Heymann

 

© Thomas Sessler

Bühnen- und Musikverlag GmbH

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit den Heymann-Tonfilm-Schlagern der 30er Jahre:

 

Das gibt´s nur einmal...

Ein Freund, ein guter Freund

Es führt kein andrer Weg zur Seeligkeit

Hoppla, jetzt komm ich!

Mir ist so ich weiß nicht wie

Irgendwo auf der Welt

 

 

 

 

Hintergrund des Stückes:

 

Ende der 20er Jahre beginnt in Deutschland die Zeit der großen UFA Musik- Tonfilme. Berlin ist eine überbordende, lebendige Stadt mit großer kultureller Vielfalt. Die Menschen strömen ins Kino, um ihre geliebten Tonfilmstars zu erleben.

1933 demonstrieren die Nationalsozialisten ihre Machtübernahme und

Joseph Goebbels, nun Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda, betont, dass die Kunst sittlich und politisch-weltanschaulich an Normen gebunden sei. 

Damit war klargestellt, nach wem sich die UFA-Verantwortlichen künftig zu richten hatten.

 

Am 29. März 1933, beschließt der UFA-Vorstand stillschweigend die Entlassung aller jüdischen Mitarbeiter. Viele kreative Köpfe, u.a. Regisseur Eric Charell, Produzent Erich Pommer und auch Erfolgs-Komponist Werner Richard Heymann verlassen Deutschland über Nacht. 

Das somit entstandene Vakuum versucht die UFA provisorisch mit Studenten aus den Hochschulen Berlins zu füllen.

 

 

Inhalt des Stückes:

 

Musikstudent Fritz weiß nicht, wie ihm geschieht! Über Nacht erhält er die Chance seines Lebens. Er soll an der Seite der Komponistenlegende Werner Richard Heymann an einem neuen Musikfilm arbeiten. Nicht ahnend, dass der berühmte Komponist nicht mehr erscheinen wird, sichtet Fritz die Probeaufnahmen des Films und versucht die musikalischen Ideen zu erfassen. Die Versuche sind so erbärmlich, dass die weibliche Hauptfigur des Filmes, Claudine, sich genötigt fühlt, ihm zu helfen. Sie spricht mit Fritz, um kurz darauf ganz von der Leinwand zu springen. Einmal in der Wirklichkeit angekommen, ist sie berauscht von der Idee, hier zu bleiben. Die Kollegen der Probeaufnahmen wollen sie zurückholen und springen ebenfalls von der Leinwand. Fritz weiß nicht, ob das alles in Wirklichkeit geschieht oder nur in seinem Kopf stattfindet. Die Filmfiguren entdecken jedenfalls die Vielschichtigkeit der Wirklichkeit und sind erstaunt über ihre neuen Profile...

Doch als schließlich klar wird, dass die Nationalsozialisten einen Propagandafilm aus dem angedachten Film machen wollen, beschließen die Filmfiguren zusammen mit Fritz, das zu verhindern. 

 

Ein Spiel über Wahrheit und gefühlte Wirklichkeit...

 Uraufführung wird am 21.04.2023 im Kleinen Theater, Bad Godesberg stattfinden